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2006

Nutrigenomics

Der Begriff Nutrigenomics ist in aller Munde, es ist allerdings häufig wenig bekannt, worum es bei diesem Gebiet tatsächlich geht und welches Potenzial mit dieser neuen Forschungsrichtung verbunden ist. Es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob das Gebiet der Nutrigenomics in der Lage ist, die ernährungswissenschaftliche Forschung, die bisher zumindest gemessen am wissenschaftlichen Einfluss eher ein Schattendasein führt, zu einer so genannten „großen" Wissenschaft werden zu lassen.

Mit dem Instrumentarium der molekularen Ernährungsforschung, die sich unter anderem hinter dem Schlagwort Nutrigenomics verbirgt, sprechen inzwischen auch die Ernährungswissenschaften die gleiche Sprache wie die Vertreter der sogenannten großen Wissenschaften, gleichzeitig besteht aber ein wesentliches gesellschaftliches Interesse an den Ergebnissen dieser Forschungsrichtung. Große Erwartungen sind mit ihr verbunden, so versprechen einige Vertreter neue Ansätze zur Lösung der großen gesundheitlichen Probleme in unserer Gesellschaft, insbesondere des Übergewichtes und seinen entsprechenden Begleitumständen in Form des metabolischen Syndroms, aber auch Beiträge zur Senkung des Risikos für ernährungsabhängige Krebserkrankungen und zur Optimierung der Ernährung über den ganzen Lebenszyklus. Ein weiteres Schlagwort in diesem Zusammenhang ist die individualisierte Ernährung, also die Formulierung von individuellen Ernährungsempfehlungen, die sich sowohl auf einzelne Nährstoffe als auch auf individualisierte Ernährungskonzepte erstrecken können.

Nutrigenomics kann helfen, individualisierte Ernährungs-konzepte zu erstellen

Die wesentlichen Hoffnungen, die derzeit daher mit dem Gebiet der Nutrigenomics verbunden werden, beruhen auf dem Screening genetischer Veränderungen des Individuums im Vergleich zur durchschnittlichen genetischen Ausstattung und deren Konsequenzen für den Nährstoffbedarf und im Vergleich zum derzeit verfolgten Konzept einer ausreichenden Nährstoffversorgung für gesamte Personengruppen mit all ihren Einschränkungen, die bei diesem Konzept für die Beurteilung des Einzelnen gemacht werden müssen.


Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 2/2006 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

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