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Personengruppen

Schwangere

Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft und Stillzeit werden die Weichen für ein neues Leben gestellt. Deshalb ist in dieser Zeit eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig. Sie wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden der Mutter und auf die optimale Entwicklung und Gesundheit des Kindes aus.

Die Lebensmittelauswahl und somit die Zusammensetzung der Nährstoffe sollte in der Schwangerschaft besonders sorgfältig erfolgen.

Aufgrund ihrer optimalen Zusammensetzung ist Muttermilch in den ersten 4 bis 6 Monaten die beste Nahrung für den Säugling. Sie bietet stets dem Bedarf angepasste Zusammensetzung, ist gut verdaulich und bereitet auf die geschmackliche Vielfalt des Essens vor. Darüber hinaus ist sie immer verfügbar, hygienisch einwandfrei und fördert die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind. Auch wirkt sich Stillen positiv auf die Gesundheit der Mutter aus. Sie verbessert die Rückbildung, die Befindlichkeit und trägt zur Gewichtsnormalisierung bei.

In diesem Beitrag finden Sie:

  • Lebensmittel- und nährstoffbasierte Empfehlungen für Schwangere und Stillende
  • Informationen zum Ernährungsstatus österreichischer Frauen (Ernährungsbericht 2017)
  • Aktuelle Empfehlungen des Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz/ Infos zum Programm "Richtig essen von Anfang an!" (REVAN)
  • Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
  • Informationen zum Energie- und Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft
  • Ovo-lakto-vegetarische und vegane Ernährung
  • Allgemeine Hygieneregeln und kritische Lebensmittel in der Schwangerschaft

Nährstoff- und lebensmittelbasierte Empfehlungen laut D-A-CH Referenzwerten
für die Nährstoffzufuhr (2017)

Die D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2017 zeigen u.a. einen Mehrbedarf an Energie. Es wird empfohlen, die Energiezufuhr im zweiten Schwangerschaftsdrittel (13.- 27. Schwangerschaftswoche) um 250 kcal zu steigern. Im dritten Trimester (28.- 40. Schwangerschaftswoche) wird eine weitere Steigerung der Kalorienzufuhr um 250 kcal/Tag auf insgesamt + 500 kcal/Tag empfohlen.
Der Richtwert für den zusätzlichen Energiebedarf für ausschließliches Stillen liegt in den ersten 4-6 Monaten bei 500 kcal/Tag, für partielles Stillen in den ersten 4-6 Monaten bei 525 kcal/Tag.

  • ab 4. Schwangerschaftsmonat: Zulage von 10 g Protein/Tag, stillende Frauen: +15 g Protein/Tag;
    gute Eiweißquellen: Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln
  • Fettzufuhr kann in der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht werden: 35% der Energiezufuhr
  • Schwangere und Stillende: mind. 200 mg Docosahexaensäure/Tag; hoher DHA-Gehalt: fette Seefische (Hering, Makrele, Lachs)
  • 50-55 % der Energiezufuhr: Kohlenhydrate; wichtig: ausreichend Ballastoffe
  • Empfehlung Wasseraufnahme: Schätzwert für Schwangere: 35 ml/kg Körpergewicht/d (≙2700 ml/d),
    Richtwert für Stillende: 45 ml/kg Körpergewicht/d (≙3100 ml/d)
  • Alkohol sollte während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit gemieden werden.
    [1]

Ernährungsstatus von Schwangeren in Österreich

Im aktuellen österreichischen Ernährungsbericht 2017 sowie im Ernährungsbericht 2012, wurde die Personengruppe der Schwangeren nicht im Detail untersucht. [5,8]

Aktuell werden vom Department für Ernährungswissenschaften der Univ. Wien Erhebungen im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz und der European Food Safety Authority (EFSA) durchgeführt, welche das Ernährungsverhalten von in Österreich lebenden Schwangeren untersuchen. "The first 1000 days of life", welche unter anderem die Schwangerschaft inkludieren, zählen zu einer besonders kritischen Phase. Die Studie zum Ernährungsverhalten von Schwangeren wird darüber informieren, inwieweit in Österreich lebende Schwangere im 2. und 3. Trimenon mit Nahrungsenergie und Nährstoffen versorgt sind und wo es Verbesserungspotential gibt. [15]

Nähere Informationen finden Sie hier: Department für Ernährungswissenschaften

 

Ernährungsstatus österreichischer Frauen (Ernährungsbericht 2017)

Abbildung 1: Prozentuelle Abweichung der Zufuhr von Energie und energieliefernden Nährstoffen einschließlich Alkohol, Ballaststoffen und Cholesterin von den Referenzwerten (Median, Interquartilbereich, Minimum-Maximum) – Frauen (n=1282) (Stichprobenergebnisse) [8]

Im Mittel liegt die Energiezufuhr der Frauen bei 1815 kcal pro Tag. Verglichen mit den Referenzwerten für die tägliche Energiezufuhr überschreiten 51% der Frauen die Empfehlung. [8]

Tabelle 1: Vergleich mittlere Zufuhr an Energie und energieliefernden Nährstoffen zu den DACH-Referenzwerten: [8]

  DACH-Empfehlung %-Anteil an der Gesamtenergiezufuhr/d: mittlere tägliche Zufuhr lt.
ÖEB 2017:
Gesamtenergie*:   1815 kcal/d
Fett: max. 30% 37,6 %
Kohlenhydrate: > 50% 45,3%
freie Zucker: max. 10% 17,6 %
Protein: 15% 14,9 %
Ballaststoffe: 30 g/d 20,1 g/d

*Physical Activity Level (PAL) von 1,4 (ausschließlich sitzende Tätigkeit mit wenig oder keiner anstrengenden Freizeitaktivität)
 


¹Retinoläquivalente: 1 mg Retinol-Äquivalent = 6 mg all-trans-β-Carotin = 12 mg andere Provitamin A-Carotinoide = 1 mg Retinol =
1,15 mg all-trans-Retinylacetat = 1,83 mg all-trans-Retinylpalmitat; 1 IE (Internationale Einheiten werden nur noch im pharmazeutischen
Bereich angegeben) = 0,3 μg Retinol
²bei fehlender endogener Synthese
³Tocopheroläquivalente: 1 mg RRR-α-Tocopherol-Äquivalent = 1 mg RRR-α-Tocopherol = 1,49 IE; 1 IE = 0,67 mg RRR-α-Tocopherol =
1 mg all-rac-α-Tocopherylacetat

Abbildung 2: Prozentuelle Abweichung der Zufuhr fettlöslicher Vitamine von den Referenzwerten (Median,Interquartilbereich, Minimum-Maximum) – Frauen (n=1282) (Stichprobenergebnisse)

Die mittleren Zufuhren der fettlöslichen Vitamine A, D, E, K weisen auf keine Mangelernährung hin. Vitamin D wird mit 2 bis 4 μg Vitamin D pro Tag über die Nahrung aufgenommen. Im Mittel wird dieser Wert von den Frauen mit 2,3 μg pro Tag erreicht. Die Differenz zur täglichen Empfehlung von 20 μg Vitamin D/d muss über endogene Synthese (UVB-Lichtexposition)und/oder die Einnahme von Supplementen gedeckt werden. [8]

¹ 1 mg Niacin-Äquivalente = 1 mg Niacin = 60 mg Tryptophan
² Berechnet nach der Summe folatwirksamer Verbindungen in der üblichen Nahrung (Folat-Äquivalente).

Abbildung 3: Prozentuelle Abweichung der Zufuhr wasserlöslicher Vitamine von den Referenzwerten (Median, Interquartilbereich, Minimum-Maximum) – Frauen (n=1282) (Stichprobenergebnisse) [8]

Die mittlere Zufuhr an Vitamin B1, B2, Niacin, B6, Biotin, B12 und Vitamin C liegt im Bereich der Referenzwerte, während der Schätzwert für eine angemessene Zufuhr von Vitamin E und die empfohlene Zufuhr an Folat im Mittel nicht erreicht werden.
81,2% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer konsumieren Natrium über dem Schätzwert für eine angemessene tägliche Zufuhr von 1500 mg, wobei Speisesalz als Hauptquelle für die Zufuhr von Natrium gilt. Demgegenüber wird der Schätzwert für eine angemessene Zufuhr für Kalium im Mittel nicht erreicht. Die empfohlenen Zufuhren von Zink, Kupfer und Mangan werden im Mittel von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreicht. Unter der empfohlenen Zufuhr liegt die mittlere Aufnahme von Eisen bei jüngeren Frauen und von Jod bei beiden Geschlechtern und allen Altersgruppen. [15]

 

Empfehlungen des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz

Das Gemeinschaftsprogramm "Richtig essen von Anfang an!" wurde im Jahr 2008 durch eine Kooperation zwischen der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen und dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, entwickelt.
"Richtig essen von Anfang an!" (REVAN) enthält Informationen zur Ernährung für Schwangere, Stillende, Babys im Beikostalter und Kleinkinder. REVAN richtet sich sowohl an (werdende) Eltern als auch an ExpertInnen. Der ExpertInnen-Bereich umfasst Eltern-Kind-Zentren, Ärzte/Ärztinnen, Hebammen, Still- und LaktationsberaterInnen, ApothekerInnen, GesundheitsförderInnen und andere ExpertInnen.
Die wissenschaftlich aktuellen Informationen werden auf der Homepage www.richtigessenvonanfangan.at zur Verfügung gestellt. [4]

Die österreichische Ernährungspyramide für Schwangere und Stillende veranschaulicht die aktuell gültigen Ernährungsempfehlungen des BMASGK für Schwangere und Stillende.

Abbildung 4: Die österreichische Ernährungspyramide für Schwangere und Stillende. Downloadbar auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK)(https://www.bmgf.gv.at/home/Oe_Ernaehrungspyramide_Schwangere_Stillende)

Infofolder des BMASGK „Die österreichische Ernährungspyramide für Schwangere und Stillende“ siehe:www.bmgf.gv.at/cms/home/attachments/1/3/3/CH1046/CMS1306248382036/folder_erpyr_schwangere_web.pdf

 

Gewichtszunahme vor und  in der Schwangerschaft

Das Körpergewicht der Frau vor der Schwangerschaft ist von großer Bedeutung für ihre Empfängnisbereitschaft, den Schwangerschafts- und Geburtsverlauf sowie für die Gesundheit des Kindes. Deshalb sollten Frauen vor der Schwangerschaft Normalgewicht anstreben. Eine normale Gewichtszunahme in der Schwangerschaft liegt für normalgewichtige Frauen im Bereich von etwa 10 und 16kg. [9]

Empfohlener Bereich der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft nach den aktualisierten Empfehlungen des Institute of Medicine (IOM).

Präkonzeptioneller BMI
(kg/m2 lt. WHO)
Gewichtszunahme gesamt in der Schwangerschaft (kg) Gewichtszunahme/Woche
im 2. und 3. Trimenon* (kg)
Untergewicht
<18,5
12,5 - 18,0 0,5 - 0,6
Normalgewicht
18,5-24,9
11,5 - 16,0 0,4 - 0,5
Übergewicht
25,0-29,9
7,0 - 11,5 0,2 - 0,3
Adipositas
≥30
5,0 - 9,0 0,2 - 0,3

*Hierbei wird von einer Gewichtszunahme von 0,5 – 2 kg im 1. Trimenon ausgegangen; Tabelle 2: [3]

 

Tabelle 3: Täglicher Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen  im Vergleich zwischen Frauen, Schwangeren und Stillenden: [1]

In der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht sich der Bedarf an den Vitaminen der B-Gruppe (Vitamin B1, B2, B6, B12, Folat, Niacin) und an den antioxidativen Vitaminen A, C, E sowie an den Mineralstoffen Eisen, Zink, Jod, Phosphor, Magnesium und bei Stillenden zusätzlich an Selen. 

 

Vitamine täglicher Bedarf für Frauen (25 bis unter 51 Jahre)

täglicher Bedarf für Schwangere

** Schwangere ab 4. Monat

täglicher Bedarf für Stillende
Vitamin A
(Retinol), ß-Carotin
0,8 mg Retinol-Äquivalent 1,1 mg Retinol-Äquivalent** 1,5 mg Retinol-Äquivalent
Vitamin D* (Calciferole) 20 μg 20 μg 20 μg
Vitamin E* (Tocopherole) 12 mg Tocopherol-Äquivalent 13 mg Tocopherol-Äquivalent 17 mg Tocopherol-Äquivalent
Vitamin K* 60 µg 60 µg 60 µg
Vitamin B1 (Thiamin) 1,0 mg  

2. Trimester: 1,2 mg

3. Trimester: 1,3 mg
1,3 mg
Vitamin B2 (Riboflavin) 1,1 mg  

2. Trimester: 1,3 mg

3. Trimester: 1,4 mg
1,4 mg
Niacin 12 mg Niacin-Äquivalent  

2. Trimester: 14 mg Niacin-Äquivalent

3. Trimester: 16 mg Niacin-Äquivalent
16 mg Niacin-Äquivalent
Vitamin B6 (Pyridoxin) 1,2 mg 1,9 mg** 1,9 mg
Folat (Folsäure) 300 μg Folat-Äquivalent 550 μg Folat-Äquivalenta 450 μg Folat-Äquivalent
 Pantothensäure* 6 mg 6 mg 6 mg
Biotin* 30-60 μg 30-60 μg 30-60 μg
Vitamin B12 (Cobalamine) 3,0 μg 3,5 μg 4,0 μg
Vitamin C 95 mg 105 mg 125 mg
Mineralstoffe täglicher Bedarf für Frauen (25 bis unter 51 Jahre) täglicher Bedarf für Schwangere
** Schwangere ab 4. Monat
täglicher Bedarf für Stillende (zumindest während der ersten 6 Monate bei vollem Stillen)
Natirum* 1500 mg 1500 mg 1500 mg
Chlorid* 2300 mg 2300 mg 2300 mg
Kalium* 4000 mg 4000 mg 4400 mg
Calcium 1000 mg

1000 mg

Schwangere <19 Jahre: 1200 mg

1000 mg

Stillende <19 Jahre: 1200 mg

Phosphor 700 mg

800 mg

Schwangere<19 Jahre: 1250 mg

900 mg
Stillende <19 Jahre: 1250 mg
Magnesium 300 mg

310 mg

Schwangere <19 Jahre: 350 mg

390 mg
Eisen 15 mg 30 mg 20 mg (auch für nicht Stillende - zum Ausgleich der Verluste in der Schwangerschaft)

Jod

 

Fluorid**

200 μg


3,1 mg

230 μg

 

3,1 mg

260 μg

 

3,1 mg

Zink 7,0 mg 10,0 mg 11,0 mg
Selen* 60 μg 60 μg 75 μg
Kupfer* 1,0 - 1,5 mg 1,0 - 1,5 mg 1,0 - 1,5 mg
Mangan*  2,0 - 5,0 mg  2,0 - 5,0 mg  2,0 - 5,0 mg
Chrom*  30 - 100 µg  30 - 100 µg  30 - 100 µg
Molybdän*  50 - 100 µg  50 - 100 µg  50 - 100 µg

*Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr
***Richtwerte für eine angemessene Zufuhr
a Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, sollten zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung 400 μg synthetische Folsäure/Tag in Form eines Präparats einnehmen, um Neuralrohrdefekten vorzubeugen. Diese zusätzliche Einnahme eines Folsäurepräparats sollte spätestens 4 Wochen vor Beginn der Schwangerschaft anfangen und während des 1. Drittels der Schwangerschaft beibehalten werden.

 

Quellen für Vitamine und Mineralstoffe

Vitamine Quellen (Beispiele)

Vitamin A

ß-Carotin

Leber*,

Grüngemüse: Spinat, Grünkohl, Fisolen, Brokkoli, Vogerlsalat; Karotten

Vitamin D Fisch (z.B.:Makrele, Lachs), Hühnereigelb Leber*, mit Vitamin D angereicherte Margarine, Speisepilze
Vitamin E hochwertige Pflanzenöle (Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Maiskeimöl, Sojaöl), Diätmargarine, Nüsse und Samen (Haselnüsse, Mandeln), Weizenkeime
Vitamin K  grünes Gemüse (Spinat, Kohlsprossen, Broccoli, Kopf- und Feldsalat), Milch u. Milchprodukte, Fleisch, Eier, Obst, Getreide
Vitamin B1 (Thiamin) Muskelfleisch (besonders Schwein), Vollkornprodukte (VK-Mehle), Haferflocken, Hülsenfrüchte ( Erbsen), Erdnüsse, Pinienkerne, Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Kartoffeln
Vitamin B2 (Riboflavin) Milch und Milchprodukte, Fisch ( Seelachs, Makrele)
Niacin  

Mageres Fleisch , Fisch (Sardellen, Lachs, Makrele), Milch, Eier, Brot, Backwaren, Kartoffeln,  Speisepilze, Mungobohnen (besonders empfindliche Personen sollten Sprossen nur gut durcherhitzt verzehren), Erdnüsse

Vitamin B6 (Pyridoxin) Hühner- und Schweinefleisch, Fisch,einige Gemüsearten (z.B.: Kohl, Fisolen, Linsen, Vogerlsalat), Kartoffeln, Bananen, Vollkornprodukte, Sojabohnen
Folat (Folsäure) Gemüse, insbesondere grüne Gemüsesorten (Salat, Spinat, Fenchel, Brokkoli, Kohl), Tomaten, Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen), Obst (Erdbeeren, Himbeeren, Orangen, Bananen), Vollkornprodukte  ((((dd(Brot, Gebäck, Müsli, Vollkornteigwaren: feinvermahlene Vollkornprodukte werden besser vertragen), Nüsse, Eier, Milchprodukte
 Pantothensäure  Muskelfleisch, Leber*, Milch und Milchprodukte, Vorkornprodukte, Hülsenfrüchte
 Biotin   Leber, Sojabohnen, Eigelb, Nüsse, Haferflocken, Spinat, Champignons und Linsen
Vitamin B12 (Cobalamin) Leber, Muskelfleisch, Fisch, Eier, Milch, Käse, Sauerkraut
Vitamin C Obst und Gemüse (Hagebutte, schwarze Johannisbeere, Paprika, Zitrusfrüchte, Ananas, Sauerkraut, Kartoffel, Apfel, Kohl, Petersillie Spinat, Tomaten) als Zusatzstoff in Fleisch- und Wurstwaren, Obst- und Gemüsesmoothies  Kohl, Spinat, Tomaten, Fleisch- und Wurstwaren als Zusatzstoff   alsaals
Mineralstoffe Quellen (Beispiele)
Natrium  

Speisesalzreich: Fleisch- und Wurstwaren, Hartkäse, Brot, Salzgebäck, Fischkonserven, Fertigprodukte, Fertigsoßen, Würzmittel

Speisesalzarm: Sauermilchprodukte, Fleisch und Fisch
Chlorid  
Kalium  Bananen, Marillen, Zwetschken, Trockenobst, Tomaten, Haselnüsse, Cashewkerne, Erdnüsse, Mandeln, Dinkel-, Roggen-, Buchweizenvollkornmehl
Calcium Milch und Milchprodukte, grünes Gemüse (Brokkoli, Grünkohl, Rucola), Hülsenfrüchte, Haselnüsse, Paranüsse, Mineralwässer (> 150 mg Calcium/l)
Phosphor Leber*, Fleisch, Brot, Milch, Eier
Magnesium Vollkorngetreideprodukte, Milch und Milchprodukte, Geflügel, Fisch, Kartoffeln, viele Gemüsesorten, Sojabohnen, Beerenobst, Orangen, Bananen, Mineralwässer (magnesiumhaltig>50 mg Magnesium/l)
Eisen Vollkorngetreideprodukte (z.B.: Brot), Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen), grünes Blattgemüse, Fleisch und Wurstwaren

Jod

 

 

Fluorid

Meerestiere und andere maritime Produkte, Milch und Eier (bei entsprechender Fütterung der Tiere), jodiertes Speisesalz und damit hergestellte Produkte

 
Seefisch, Schwarztee, Getreideprodukte, Leber und Fleisch
Zink Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukte, Käse, Weizenvollkorn
Selen Fleisch, Fisch, Eier, Kohl- und Zwiebelgemüse, Linsen, Spargel, Pilze, Paranüsse
Kupfer Vollkornprodukte, Innereien (Leber*), Fisch, Nüsse, Kakao,  grünes Gemüse
Mangan Getreideprodukte (Haferflocken, Weizenkeime, Weizenvollkornmehl), Gemüse (Lauch, Spinat), Erdbeeren
Chrom  Fleisch, Leber*, Eier, Haferflocken, Tomaten, Pilze, Kopfsalat, Kakao
Molybdän  Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen) Getreide

Tabelle 4: Modifiziert nach: REVAN und ÖGE [1, 4, 12]

 


Folat

Bei Kinderwunsch sollten zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten, zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung, 400 μg synthetische Folsäure pro Tag in Form eines Präparats eingenommen werden. Mit der zusätzlichen Einnahme eines Folsäurepräparats sollte spätestens vier Wochen vor Beginn der Schwangerschaft angefangen werden, und sollte während des ersten Drittels der Schwangerschaft beibehalten werden [9].

Der Folatbedarf in der Schwangerschaft ist aufgrund des fetalen Wachstums sowie der mütterlichen Anpassungen deutlich erhöht. Die Folatversorgung ist unter anderem wichtig für Zellteilung und Wachstumsprozesse.Eine inadäquate Folatversorgung in der Schwangerschaft hat einen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Fetus (fetale Fehlbildungen, gestörtes fetales Wachstum, Neuralrohrdefekt) und die Gesundheit der Mutter (megaloblastische Anämie). [1]

 

Vitamin A hat eine große Bedeutung bei der Lungenentwicklung und –reifung im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel, weshalb auf eine ausreichende Zufuhr geachtet werden soll. [1]

Durch die Speicherung von Vitamin A in der fötalen Leber, ist der Vitamin A-Bedarf besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft erhöht. Die Vitamin A-Zufuhr ist im Durschnitt um ein Drittel höher als bei nicht schwangeren Frauen.  Eine Unterversorgung der Mutter wird mit einer intrauterinen Wachstumsretardierung, einer vorzeitigen Geburt und einem zu geringem Geburtsgewicht assoziiert. [10]

Leber stellt die beste Quelle für Vitamin A dar, ist jedoch aufgrund hoher Retinolmengen (abhängig von der Tierfütterung) im 1. Trimester zu meiden. [1]

 

Vitamin D

Eine adäquate Vitamin-D-Versorgung in der Schwangerschaft ist besonders wichtig, da das Konzentrat an 25(OH)D im Serum der Mutter die fetale
25(OH)D-Konzentration beeinflusst.

Vitamin D kann durch ausreichende UVB-Lichteinwirkung vom Körper selbst gebildet werden. Dazu ist eine ausreichende Sonnenexposition von 5-25 min. 2-mal pro Woche mit unbedecktem Kopf, freien Armen und Beinen ausreichend (abhängig von Hauttyp, Breitengrad und Tageszeit). Die Vitamin-D Zufuhr über die Ernährung mit herkömmlichen Lebensmitteln reicht in der Regel nicht aus, um eine ausreichende Versorgung bei fehlender endogener Synthese sicherzustellen. D.h., die gewünschte Versorgung muss zusätzlich zur Zufuhr über die Ernährung, über die endogene Synthese und/oder über die Einnahme eines Vitamin-D-Supplements, sichergestellt werden. Bei häufiger Sonnenexposition kann die gewünschte Vitamin-D-Versorgung. auch ohne die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats erzielt werden. [1]

 

Vitamin B6

Der Plasmaspiegel an Vitamin B6 von Schwangeren ist aufgrund von Anpassungsreaktionen an die hormonellen Veränderungen deutlich vermindert. Durch den Transport von Vitamin B6 durch die Plazenta sind beim Fötus deutlich höhere Plasmaspiegel vorhandenen als bei der Mutter. Eine nachweisebare Verschlechterung der Vitamin B6- Versorgung tritt im letzten Drittel der Schwangerschaft auf. Pharmakologische Dosen (75 mg/d) sollen sich bei Übelkeit während der Schwangerschaft günstig auswirken. [1,10]

 

Calcium

Der fetale Calciumbedarf, der im 3. Trimester am Höchsten ist, wird vor allem durch eine Steigerung der Calciumabsorbtionsrate der Frau während der gesamten Schwangerschaft gedeckt. Die Calciumabsorption verdoppelt sich während einer Schwangerschaft. Neben der intestinalen Calciumabsorption sind während der Schwangerschaft auch die glomeruläre Filtrationsrate der Niere und damit die renale Calciumausscheidung gesteigert. In der Spätschwangerschaft können erhöhte Knochenabbauprozesse möglich sein. Bei diesen Veränderungen in der Schwangerschaft handelt es sich um vorübergehende Anpassungen, die in der Regel nicht mit einem erhöhten Osteoporose - Risiko einhergehen.
Einer zusätzlichen Calciumzufuhr, die über die empfohlene Zufuhr für nicht schwangere Frauen hinausgeht, konnte kein Nutzen nachgewiesen werden.  [1]

 

Eisen

Während der Schwangerschaft entfällt der menstruale Blutverlust. Anderseits sind für den Fetus etwa 300 mg, für die Plazenta etwa 50 mg und für das vermehrte mütterliche Blutvolumen etwa 450 mg Eisen notwendig.
Die empfohlene notwendige Gesamtzufuhr von 30 mg Eisen/Tag, lässt sich in der Regel nicht über die Nahrung erreichen. Eine Eisenmangelanämie während der Schwangerschaft ist mit einer erhöhten Rate an Mangelentwicklungen der Frucht, Frühgeburten und einer zu geringen Gewichtszunahme während der Schwangerschaft verbunden. Um die Verluste währen der Schwangerschaft  nach der Geburt auszugleichen, wird stillenden und nichtstillenden  Frauen eine tägliche Zufuhr von 20 mg Eisen empfohlen. In Kombination mit Vitamin C-reichen Lebensmitteln wie Orangensaft oder Paprika wird Eisen gut vom Körper aufgenommen. [1, 10]

 

Jod

Vor und während der Schwangerschaft sollte auf eine ausreichende Jodzufuhr geachtet werden. Empfehlenswert sind die Verwendung von jodiertem Speisesalz, der Verzehr von Meeresfisch (2-mal pro Woche), als auch der regelmäßige Verzehr von Milch und Milchprodukten. [9]

Der Jodbedarf ist während der Schwangerschaft um 30 μg/d erhöht. Aufgrund einer vermehrt renalen Durchblutung und einer erhöhten Jodausscheidung im Urin ist täglich eine Menge von 230 μg Jod aufzunehmen. Ein Jodmangel der Mutter kann zur fötalen Hypothyreose, zu geistiger Retardierung bzw. Kretinismus des Kindes führen. Um eine ausreichende Jodversorgung für Schwangere zu gewährleisten, wird empfohlen – nach Rücksprache mit dem Arzt/ der Ärztin – Jodtabletten einzunehmen.

 

Ovo-lakto-vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Eine ovo-lakto-vegetarische Ernährung, die gekennzeichnet ist durch einen Verzicht auf Fleisch und Fleischerzeugnisse, sowie Fisch und Fischerzeugnisse, allerdings durch eine Akzeptanz von anderen tierischen Lebensmitteln wie Milch, Milchprodukten oder Eiern ist für gesunde Personen als Dauerernährung geeignet. Bei gezielter Lebensmittelauswahl kann auch in der Schwangerschaft der Bedarf an den meisten Nährstoffen gedeckt werden.
Ausgenommen sind Vitamin D, die generell zu supplementierenden Nährstoffe Folsäure und Jod sowie – je nach ärztlich festgestelltem Eisenstatus – auch Eisen. [9, 13]

Schwangere Vegetarierinnen, die keinen Fisch essen, sollten Supplemente mit der Omega-3-Fettsäure DHA einnehmen. Milch und Milchprodukte, Eier, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte gewährleisten in der Regel eine ausreichende Eiweißzufuhr. Das Risiko für eine unzureichende Versorgung mit Eisen ist für Ovo-lakto-Vegetarierinnen jedoch erhöht. 
Eier, Hülsenfrüchte, (Vollkorn-)Getreideprodukte und einige Gemüsearten können zur Eisenzufuhr beitragen.
Um eine ausreichende Eisenversorgung sicherzustellen, sollen nach entsprechender Blutuntersuchung und medizinischer Beratung ggf. Eisensupplemente eingesetzt werden.

Schwangere Frauen, die sich bereits vor der Schwangerschaft über lange Zeit vegetarisch ernährt haben, zeigen ein erhöhtes Risiko für einen Mangel an Vitamin B12 und Zink. [9]

 

Vegane Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Personen, die sich in sensiblen Lebensphasen, wie Schwangerschaft und Stillzeit befinden, haben z. B. aufgrund des hohen Anspruchs an die Nährstoffdichte während des Wachstums sowie geringerer Nährstoffspeicher, ein höheres Risiko für eine Unterversorgung bzw. einen Nährstoffmangel.
Eine vegan ausgerichtete Ernährung ohne angereicherte Lebensmittel bzw. Nährstoffpräparate führt bei einigen Nährstoffen zu einer unzureichenden Zufuhr, die mit zum Teil erheblichen negativen Folgen für die Gesundheit einhergehen kann.
Eine vegane Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen.

Ernähren sich Schwangere und Stillende vegan und nehmen keine Nährstoffpräparate ein bzw. verwenden keine angereicherten Lebensmittel, kann die Entwicklung und die Gesundheit des Kindes Schaden nehmen, z. B. durch Störungen der Blutbildung (Eisen- und Vitamin-B12-Mangel), Wachstumsverzögerung (Energie-Protein-Malnutrition) und teilweise irreversible neurologische Störungen wie mentale Retardierung (Mangel an Vitamin B12 und Jod). Eine unzureichende Versorgung der Mutter mit der langkettigen n-3 Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) kann zudem die Entwicklung von Gehirn und Retina des Säuglings negativ beeinflussen. [14]

Bei veganer Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich. Der essentielle Nährstoff, der hierbei das größte Problem darstellt, ist Vitamin B12. Zu den potenziell kritischen Nährstoffen gehören Proteine bzw. unentbehrliche Aminosäuren und langkettige n-3-Fettsäuren (Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure), die Vitamine Riboflavin und Vitamin D sowie die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Jod, Zink, Selen.
 

 

Allgemeine Hygieneregeln und kritische Lebensmittel in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sind als Vorsichtsmaßnahme einige Lebensmittel, welche gesundheitlich negative Auswirkungen auf Mutter und Kind auslösen können,  zu meiden. Bakterien wie Listerien, Salmonellen, Campylobacter und Toxoplasmose-Erreger können zu grippeähnlichen Symptomen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Fieber führen. Für die Mutter sind diese Krankheitsbilder meist nicht lebensbedrohend, jedoch kann die Infektion (Toxoplasmose und Listeriose) auf das Kind übertragen werden und im schlimmsten Fall zu Fehl- oder Frühgeburten führen. [4]

Eine genauere Auflistung finden Sie in den "Empfehlungen zur Vermeidung von lebensmittelbedingten Infektionen in der Schwangerschaft" unter:
https://www.richtigessenvonanfangan.at/fileadmin/Redakteure_REVAN/user_upload/2017-09-08_Empfehlungen_zur_Vermeidung_von_LM-Infektionen_in_der_Schwangerschaft.pdf

 

Allgemeine Hygieneregeln und sorgfältige Küchenhygiene zum Schutz für schwangere Frauen:

  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife - vor und nach der Zubereitung von rohem Fleisch und Gemüse, nach Tierkontakt und nach dem Toilettenbesuch
  • Verwenden Sie saubere Handtücher, eventuell Einmalhandtücher, zum Trocknen der Hände
  • Halten Sie Haustiere vom Küchenbereich fern
  • Lagern Sie rohe und verzehrfertige Lebensmittel trocken und getrennt - Kühlkette einhalten!
  • Erhitzen Sie Speisen kurz vor dem Verzehr noch einmal ausreichend und vermeiden Sie wiederholtes Aufwärmen
  • Verzehren Sie keine Lebensmittel, deren Verbrauchsdatum überschritten ist
  • Buffets meiden: Vermeiden Sie die Bereithaltung von Speisen bei Temperaturen unter 65 °C über längere Zeit
  • Entsorgen Sie verschimmelte Lebensmittel und entfernen Sie die trockene Haut bei Pistazien vor dem Verzehr
  • Schwangere sollen keine rohen tierischen Lebensmittel essen.
    Dazu gehören rohes oder unvollständiges  Fleisch (Carpaccio, Beef Tartar, Steak Medium), Rohwurst (z.B.: Beispiel Salami, Teewurst) und Rohschinken, roher Fisch und rohe Meerestiere, Rohmilch & Rohmilchprodukte, rohe Eier sowie daraus hergestellte, nicht ausreichend erhitzte Lebensmittel. Auch Weichkäse und Räucherfisch sollen gemieden werden.
  • Rohes Obst und Gemüse sowie Blattsalate sollen vor dem Verzehr gründlich gewaschen, frisch zubereitet und bald verzehrt werden. Erdnah gewachsenes Gemüse ist außerdem möglichst zu schälen. Es sollte – wie alle leicht verderblichen Lebensmittel – frisch zubereitet und bald verzehrt werden. Vorbereitete, abgepackte Salate sollten Schwangere nicht verzehren. [7]

 

Tabelle 5: Lebensmittel, die in der Schwangerschaft aus Vorsorgegründen zu meiden sind:[11]

 

Lebensmittel, die in der Schwangerschaft geeignet sind Lebensmittel, die in der Schwangerschaft aus Vorsorgegründen
zu meiden sind
Milch & Milchprodukte
  • Milch (pasteurisiert, ultrahocherhitzt, sterilisiert) und daraus hergestellte Produkte (z.B. Joghurt, Schlagobers, Buttermilch, einige Käsesorten wie Gouda, Edamer, ...)
  • Lange gereifter Hartkäse, ohne Rinde (z.B. Parmesan)
  • Industriell aus pasteurisierter Milch hergestellter und verpackter Feta, Frischkäse (-zubereitung), Hüttenkäse, ...
     
  • Rohmilch und aus Rohmilch hergestellte Produkte wie z.B. Rohmilchkäse (achten Sie auf die Kennzeichnung „mit Rohmilch hergestellt“)
  • Käserinden generell
  • Weichkäse (z.B. Camembert) und geschmierter Käse (z.B. Tilsiter, Quargel) generell
Fleisch & Fleischerzeugnisse
  • Durchgegartes Fleisch (z.B. Rind, Schwein, Kalb, Geflügel)
  • Industriell hergestellte Fleischwaren (z.B. Wurst, gekochter Schinken) – nicht roh oder halbroh
  • Konserven
  • Rohes oder unvollständig durchgegartes Fleisch (z.B. Steak rare oder medium, rohes Faschiertes, Carpaccio)
  • Rohe Fleischwaren (z.B. Mettwurst, Kantwurst, Landjäger, Salami, Rohschinken, Selchfleisch, Schinkenspeck)
  • Innereien
Fisch & Fischerzeugnisse
  • Durchgegarter Fisch und Meerestiere (z.B. Lachs, Forelle, Saibling, Hering)
  • Fischkonserven
  • Roher/halbroher Fisch und Meerestiere (z.B. Sushi, Austern)
  • Geräucherter/gebeizter Fisch (z.B. Räucherlachs, geräuchertes Forellenfilet, Graved Lachs)
  • Andere Fischerzeugnisse, die gekühlt gelagert werden müssen (z. B. Matjes)
  • Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt, Hecht generell
Gemüse & Obst
  • Gründlich gewaschenes oder geschältes rohes Gemüse bzw. Obst, gegartes Gemüse bzw. erhitztes Obst (z.B. Kompott), erhitzte Tiefkühlware
  • Gründlich gewaschene Blattsalate
  • Gegarte Sprossen und Keimlinge sowie Zuchtpilze (z.B. Zuchtchampignons)
  • Ungewaschenes Gemüse und Obst, ungewaschener Blattsalat, ungewaschene frische Kräuter, vorgeschnittenes Obst, vorgeschnittener/abgepackter Salat
Getreideerzeugnisse und Backwaren
  • Brot, Backwaren, Gebäck
  • Getreideflocken, Müslis
  • Backwaren mit Füllungen oder Auflagen welche Rohmilch oder rohes Ei enthalten (z.B. Cremes)
Getränke
  • Trinkwasser, abgepacktes Mineralwasser
  • Industriell hergestellte Gemüse- und Fruchtsäfte sowie Smoothies
  • Alkohol (auch alkoholhaltige Speisen) strikt vermeiden
  • Chininhaltige Getränke (z.B. Tonic Water, Bitter Lemon)
  • (Gesüßte) Getränke mit erhöhtem Koffeingehalt (z.B. Energy Drinks)
  • Frisch gepresste und unerhitzte Gemüse-/Obstsäfte an Saftständen oder in der Gastronomie
                 Kaffee sowie schwarzer/grüner Tee in kleinen Mengen   
     (< 2 – 3 Tassen Kaffee ODER < 4 Tassen grüner/schwarzer Tee pro Tag)
Verschiedenes
  • Hart gekochte Eier
  • Industriell hergestellte Mayonnaise und Salatdressings
  • Abgepackte Eiscremes
  • Abgepackte Oliven und Antipasti
  • Rohe oder nicht ganz durchgegarte Eier (z.B. Spiegelei), Mayonnaise und Süßspeisen aus/ mit rohen Eiern (z.B. Tiramisu, Mousse au chocolat)
  • Softeis
  • Offene Fleisch-Fischsalate und (Feinkost-) Salate sowie
    offener eingelegter Käse, Oliven, Antipasti, Aufstriche

 

Quellen:

1. DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG, ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG, SCHWEIZERISCHE GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNGSFORSCHUNG, SCHWEIZERISCHE VEREINIGUNG FÜR ERNÄHRUNG. D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Neuer Umschau Buchverlag, Bonn, 2.Auflage, 3. aktualisierte Ausgabe, 2017.

2. BUNDESMINISTERIUM FÜR ARBEIT, SOZIALES, GESUNDHEIT UND KONSUMENTENSCHUTZ. Die österreichische Ernährungspyramide für Schwangere und Stillende. Wien, 2016. https://www.bmgf.gv.at/home/Oe_Ernaehrungspyramide_Schwangere_Stillende(Zugriff: 05.07.2018)

3. KLEINWECHTER H., Neue deutsche Leitlinie zum Gestationsdiabetes: Konsequenzen für die Praxis. Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel 2013; 6 (47), 16-21.  http://www.kup.at/kup/pdf/11814.pdf (Zugriff: 05.07.2018)

4. RICHTIG ESSEN VON ANFANG AN! (REVAN) http://www.richtigessenvonanfangan.at/ (Zugriff: 10.07.2018)

5. ELMADFA I et al. Österreichischer Ernährungsbericht 2012.
1. Auflage, Wien, 2012.

6. LADIPO OA. Nutrition in pregnancy: mineral and vitamin supplements.
Am J Clin Nutr 2000, 72, 280S-290.

7. ÖSTERREICHISCHE AGENTUR FÜR GESUNDHEIT UND ERNÄHRUNGSSICHERHEIT (AGES). Schwangerschaft - Infektionen durch Nahrungsmittel. 6. Auflage, Wien, Mai 2016. https://www.richtigessenvonanfangan.at/fileadmin/Redakteure_REVAN/user_upload/Schwangerschaft/Folder_Schwangerschaft_-_Infektionen_durch_Nahrungsmittel.pdf (Zugriff: 05.07.2018)

8. RUST P et al. Österreichischer Ernährungsbericht 2017. Wien, 2017.

9. KOLETZKO B et al. Ernährung in der Schwangerschaft – Handlungsempfehlungen des Netzwerks „Gesund ins Leben –Netzwerk Junge Familie“. Aktuel Ernahrungsmed 2015; 40: 360–367. https://www.researchgate.net/publication/290977782_Ernahrung_in_der_Schwangerschaft_-_Handlungsempfehlungen_des_Netzwerks_Gesund_ins_Leben_-_Netzwerk_Junge_Familie (Zugriff: 05.07.2018)

10. ELMADFA I, LEITZMANN C. Ernährung des  Menschen.
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2015.

11. RICHTIG ESSEN VON ANFANG AN (REVAN). Kurzinformation Lebensmitteltabelle für Schwangere. https://www.richtigessenvonanfangan.at/fileadmin/Redakteure_REVAN/user_upload/Kurzinformation_Lebensmitteltabelle_f%C3%BCr_Schwangere.pdf
(Zugriff: 05.07.2018)

12. ÖSTERREISCHISCHE GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG (ÖGE): Nahrungsinhaltsstoffe; Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, 2018.  https://www.oege.at/index.php/bildung-information/nahrungsinhaltsstoffe/2-uncategorised/1121-nahrungsinhaltstoffe-vitamine-mineralstoffe (Zugriff: 11.07.2018)

13. BUNDESMINISTERIUM FÜR ARBEIT, SOZIALES, GESUNDHEIT UND KONSUMENTENSCHUTZ. Empfehlung der Nationalen Ernährungskommission zur veganen Ernährung, November 2016. https://www.bmgf.gv.at/cms/home/attachments/3/3/4/CH1364/CMS1347872626120/nek_empfehlung_zur_veganen_ernaehrung_nov_2016.pdf
(Zugriff: 11.07.2018)

14. DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG E.V. (DGE): Ausgewählte Fragen und Antworten zu veganer Ernährung, Dezember 2016. https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-veganer-ernaehrung/#c2899#(Zugriff: 11.07.2018)

15. RUST P. Lebensmittel- und Nährstoffzufuhr österreichischer Erwachsener. Ernährung aktuell, Ausgabe 1, S. 2-3, 2018.

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