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Immunsystem
Immunmodulierende sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe - positive Auswirkungen von Muttermilch auf das Immunsystem des Säuglings
Welche sekundären Pflanzeninhaltsstoffe wirken immunmodulierend? Sekundäre Pflanzenstoffe können immunmodulierend wirken. Sie zählen zu den bioaktiven Substanzen, die aktiv in den menschlichen Stoffwechsel eingreifen können. Diese Inhaltsstoffe werden als sekundär bezeichnet, da sie in viel geringeren Konzentrationen in Pflanzen vorkommen, als die Hauptinhaltsstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Sekundären Pflanzeninhaltsstoffen werden gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben, sie können das Immunsystem günstig beeinflussen, indem sie z. B. seine Bereitschaft zur Infektabwehr erhöhen. Immunmodulierende sekundäre Pflanzeinhaltsstoffe: Carotinoide: Farbstoffe, die in gelb- bis rotfarbenem Obst und Gemüse wie Marillen oder Karotten, aber auch in grünem Gemüse wie Spinat vorkommen Saponine: Bitterstoffe, die vor allem in Hülsenfrüchten wie Sojabohnen, aber auch in Spargel vorkommen Polyphenole: Pflanzeninhaltsstoffe, die sich in den Randschichten von Obst, Gemüse und Getreide befinden Sulfide: Schwefelverbindungen, die vor allem in Zwiebelgewächsen wie Knoblauch zu finden sind
In vielen Pflanzen können weitere Substanzen nachgewiesen werden, die eine stimulierende Wirkung auf das Immunsystem ausüben. Deren Identifikation und die Erforschung ihrer Wirkungsweisen sind jedoch noch im Anfangsstadium. Hat Muttermilch wirklich eine positive Wirkung auf das Immunsystem des Kindes? Prinzipiell wird von der WHO (World Health Organisation / Weltgesundheitsorganisation) Muttermilch als alleinige Nahrung für den Säugling in den ersten sechs Monaten empfohlen. Nach Einführung der Beikost sollte bis zum Ende des ersten Lebensjahres weitergestillt werden. Muttermilch passt sich dem Nährstoffbedarf des Kindes an, sodass der Säugling optimal versorgt ist. Die Inhaltsstoffe der Muttermilch können vom Kind besser verwertet werden, als jene aus industriell hergestellten Säuglingsmilchen. Bis seine eigenen Abwehrkräfte vollständig ausgebildet sind, bietet die Muttermilch dem Säugling einen umfassenden Schutz vor Infektionen durch spezifische und unspezifische Faktoren der Immunabwehr. D. h. das Baby wird mit wichtigen Immunfaktoren versorgt, die es vor Infektionen schützen und seinen eigenen Immunhaushalt anregen. Zusätzlich wird durch die Gabe von Muttermilch die Entwicklung von förderlichen Bakterien - sogenannten Lactobazillen - im Darm des Kindes stimuliert. Auf diese Weise wird die Entwicklung des Immunsystems positiv beeinflusst und allergische Reaktionen treten weniger auf. In Studien konnte ebenfalls bewiesen werden, dass gestillte Kinder ein weitaus geringeres Risiko haben, eine Allergie zu entwickeln. Weitere positive Aspekte des Stillens: fördert die Mutter - Kind - Beziehung begünstigt das Wachstum der kindlichen Darmflora beugt Zahnfehlstellungen vor beschleunigt die Rückbildung des Uterus verringert das Brustkrebsrisiko der Mutter Muttermilch hat immer die optimale Trinktemperatur und Zubereitungsfehler können ausgeschlossen werden
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