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ÖGE-Gütesiegel für nährstoffoptimierte Speisenqualität in der Gemeinschaftsverpflegung
Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE e.V.) ein Gütesiegel für nährstoffoptimierte Speisenqualität in der Gemeinschaftsverpflegung entwickelt. Im Fokus standen dabei aktuelle ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse, Umsetzbarkeit sowie Praxistauglichkeit. Das ÖGE-Gütesiegel kann seit Juli 2007 mit Bescheid des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft als Gütezeichen geführt werden. In Österreich gibt es lediglich 4 offiziell genehmigte Gütesiegel (ÖGE-Gütesiegel, AMA-Gütesiegel, AMA-Bio-Zeichen, ÖQA-Gütezeichen), wobei die ÖGE Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung die Möglichkeit bietet, ihre nährstoffoptimierte(n) Menülinie(n) zertifizieren zu lassen. Vorrangiges Ziel des ÖGE-Gütesiegels ist die Qualitätssicherung in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung. Mit dem Erwerb des Gütesiegels haben Unternehmen die Gewährleistung, dass ihre Speisenzusammenstellung ernährungsphysiologisch optimiert ist und ihre Kunden in den Genuss einer gesundheitsfördernden Ernährung kommen. Konsument/inn/en, die solche, als ÖGE-Gütesiegel gekennzeichneten Speisen nährstoffoptimierter Menülinien in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung verzehren, haben die Gewähr, dass diese Speisen auf der Basis der ÖGE-Gütesiegelkriterien nährstoffoptimiert und –schonend zubereitet wurden. Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Ernährung NAP.e des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird auf die Bedeutung des einzigen offiziellen Gütezeichens für Gemeinschaftsverplegung hingewiesen und eine Ausweitung empfohlen. Eine langfristig inadäquate Nährstoffversorgung, begleitet von Bewegungsmangel und weiteren Umständen (Stress, Alkoholkonsum) kann zu Übergewicht, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weiteren ernährungsassoziierten Erkrankungen führen. Der wachsende Zukunftsmarkt des Außer-Haus-Verzehrs eröffnet, neben wirtschaftlichen Chancen, neue Möglichkeiten auf ein „gesundes“ Ernährungsverhalten hinzuwirken. Beim ernährungsphysiologischen Qualitätsanspruch kommt es auf eine ausgewogene, gesundheitsfördernde Zusammenstellung der Ernährung an. Für die Zubereitung und Bereitstellung von Speisen bedeutet das, dass die Gemeinschaftsverpflegung dem jeweiligen Verpflegsteilnehmer - Kinder und Jugendliche in Bildungsstätten, Erwachsene im Berufsleben sowie Senioren - alle Nährstoffe in der Menge liefert, wie er sie benötigt. Anhaltspunkte für die notwendige Nährstoffzufuhr bieten die D-A-CH Referenzwerte sowie die Empfehlungen der Ernährungsgesellschaften. Die Umsetzung der jeweiligen Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr in die Praxis ist für die Führung eines Unternehmens bzw. einer Betriebsküche nicht immer einfach. Für die Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung bringt das ÖGE-Gütesiegel, neben einem deutlichen Wettbewerbsvorteil, eine Imagesteigerung, eine Verbesserung der Akzeptanz und eine Erhöhung des Genusswertes der Speisen. Wissenschaftliche Grundlagen und Qualitätsmerkmale des ÖGE-Gütesiegels: Mit Vertragsabschluss verpflichten sich sowohl das Unternehmen, als auch die ÖGE zur Einhaltung und Erbringung folgender Pflichten:
Seit 2011 sind alle Lieferanten von öffentlichen Wiener ganztägig geführten Pflichtschulen gemäß dem Kriterienkatalog des Lenkungsgremiums für die Mittagsverpflegung der Stadt Wien zertifiziert (Tagesmenü I und Tagesmenü II - diese beiden Menüs werden von mehr als 90 % der Schülerinnen und Schüler konsumiert). Zahlreiche weitere Unternehmen befinden sich gerade in der Vorbreitungsphase.
¹ http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=718 |