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Ernährungspyramide

2011

Ernährungstipps der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) für „leichtere“ Kekse in der Weihnachtszeit

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Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und damit wieder zahlreiche kulinarische Verführungen. Der verlockende Duft von Anis, Zimt, Vanille, Nelken und Ingwer macht so richtig Appetit auf Vanillekipferl, Linzer Augen und Christstollen. Bedauerlicherweise sind diese meistens beträchtliche „Fett- und Kalorienbomben“. Bratäpfel, heiße Maroni und Früchtebrot sind kalorienärmer und liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Nachfolgend finden Sie ein paar Tipps, die Ihnen helfen auch zu den Festtagen Ihr Gewicht zu halten.

  • Gestatten Sie sich in der Weihnachtszeit kleine „Ausrutscher“. Ausgleich schaffen Sie, indem Sie bei den übrigen Mahlzeiten auf einen hohen Anteil an frischem Gemüse, Salat und Obst, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreideprodukten, fettarmen Milchprodukten sowie wenig fette Fleisch- und Wurstwaren und Snacks achten.
  • Bei Heißhunger nach Süßigkeiten und Keksen reicht oft ein kleines Stück. Kauen Sie langsam und genießen Sie bewusst. Auch ein Glas Wasser und ein Stück Obst vor dem Naschen kann helfen. Hören Sie auf zu essen, wenn Sie das Gefühl haben, satt zu sein.
  • Den Keksteller tagsüber nicht am Tisch stehen lassen, um nicht ständig der Versuchung zum Naschen zu unterliegen. Besser ist es, nach dem Essen ein paar Kekse anzubieten bzw. zu kosten. Überlegen Sie sich schon vorher, wie viel Sie probieren möchten.
  • Achten Sie beim Einkauf von Keksen auf eine gute Qualität (Zutatenliste, Herkunft der Rohstoffe).
  • Achten Sie bei der Auswahl der Rezepte auf die Zutatenliste. Auch fettarme Kekse mit wenige Zucker können köstlich schmecken und helfen mit, Kalorien zu sparen. Verwenden Sie beim Backen beschichtete Formen, Silikonformen oder Backpapier, um zusätzliches Fett zu vermeiden.
  • Verzichten Sie auf üppige Füllungen und Zuckerglasuren, einfache und kleine Leckereien kommen oft besser an. Kekse mit Früchten oder Nüssen bzw. ein Früchte- oder Kletzenbrot sind viel bekömmlicher.
  • Vergessen Sie während der Feiertage nicht auf ausreichende Bewegung in frischer Luft. Planen Sie z. B. einen Spaziergang in der winterlichen Landschaft ein. Als Richtwert gelten mindestens 3,5 Stunden pro Woche bzw. ½ Stunde täglich.

60 Jahre ÖGE

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Am Beginn der ÖGE-Jahrestagung 2011 gaben Hon. Prof. Dr. Klaus Smolka und Univ.-Prof. Dr. I. Elmadfa einen Rückblick auf die Entwicklung der Gesellschaft. Der Rückblick von Dr. Smolka umfasst die Entwicklung der ÖGE seit ihrer Gründung bis zur Jahrtausendwende, deren Zeitzeuge er über 30 Jahre war.

Die ersten zehn Jahre - Gründungszeit

Die Gründung der Gesellschaft geht in das Jahr 1951 zurück. Dieses Jahr war für die mit  Lebensmitteln  befassten  Institutionen ein Jahr der Gründungen. Der Hunger war gebannt. Die Landwirtschaft konnte das Land noch nicht ausreichend versorgen, von Luxus und Vielfalt bei Essen und Trinken war keine Spur. Hochschulen und Universitäten waren mit dem Aufbau der Lehre beschäftigt. Für Grundlagenforschung  und  angewandte  Forschung  in  Instituten  und  Betrieben  fehlten die  Kapazitäten.  Neue  Strukturen  wurden von Visionären geschaffen, um die Zukunft zu gestalten. Rückblickend kann man sagen, sie hatten Erfolg. Drei Themenbereiche sind zu nennen: Lebensmittelrecht, Volksgesundheit, Lebensmittelforschung. Was ihnen gemeinsam ist, das ist ein Name: Dr. Robert Harmer .  Er  war  Mitgründungspräsident  der

1951  erstmals  im  Lebensmittelgesetz  verankerten Codexkommission, der österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundheit  und  der  Österreichischen  Gesellschaft für  Ernährungsforschung  (ÖGE)  in  seiner Eigenschaft als Vorsteher des Fachverbandes der  Nahrungs-  und  Genussmittelindustrie Österreichs.

In der „Zeitschrift für Lebensmittelproduktion“ Nr. 7 vom Juli 1951 beschrieb Prof. Kisser, Rektor der Hochschule für Bodenkultur (BOKU) und Vizepräsident der ÖGE in  einem  Artikel  „Warum  Ernährungsforschung?“  die  Ziele.  Ausgangspunkt  war der Hunger, der das „Ernährungsproblem zu  einem  weltweiten  Problem“  machte. Daraus ergaben sich für jedes Land eine Reihe von weittragenden Folgerungen und Forderungen: Aufgabe der Landwirtschaft muss es sein, unter Verwertung aller neuen  wissenschaftlichen  Erkenntnisse  die Produktion mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu steigern. Ebenso soll in klimatisch günstigen Zeiten Erzeugtes bevorratet und für die praktisch ertraglosen Herbst- und Wintermonate aufgespart werden. Gleichzeitig muss eine entsprechen die Aufklärung der Konsumenten erfolgen.

Kisser schloss diesen Artikel, den man als Gründungsdokument der ÖGE bezeichnen kann, mit zeitbedingtem Pathos: „Deshalb ist  Ernährungsforschung  gerade  in  unserem Lande, das aus volkswirtschaftlichen Gründen  dem  Ernährungsproblem  seines Volkes  ein  ganz  besonderes  Augenmerk zuwenden muss, eine dringende Notwendigkeit und ein Gebot der Stunde. Diese zum  Wohle  der  Erzeuger  wie  der  Verarbeiter  und  der  Konsumenten  und  damit zum Wohle des ganzen Volkes zu lenken, ist Ziel und Aufgabe der Österreichischen Gesellschaft für Ernährungsforschung.“

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 4/2011 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

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Positionspapier der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung zu Hypertonie und Ernährung

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Auszug aus dem Positionspapier zu Hypertonie und Ernährung

II. 1. Einfluss von Salz auf das Risiko von Herz- Kreislauferkrankungen

Die WHO weist den Zusammenhang einer hohen Natriumaufnahme auf das Risiko der Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen als „überzeugend“ aus. Hoher Salzkonsum steht dabei auf derselben Stufe wie die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren, Transfettsäuren, Übergewicht und hoher Alkoholkonsum. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine Salzaufnahme pro Person und Tag von maximal 5 Gramm. Im Mittel ist die Salzkonsumation in allen Industriestaaten in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen und liegt in etwa zwischen 8 und 12 Gramm pro Tag.

Bezüglich Herz-Kreislauferkrankungen ist der Zusammenhang von Salzkonsumation mit Bluthochdruck am längsten bekannt und am besten untersucht. Beobachtungsstudien zeigten, dass primäre Hypertonie hauptsächlich in Ländern vorkommt, in denen die mittlere Aufnahme von Natrium mehr als 2,3 Gramm pro Tag beträgt. In Gegenden, in denen die mittlere Natriumaufnahme unter 1,2 g beträgt, ist Hypertonie eine seltene Erkrankung. In Ländern mit geringem Salzkonsum ist auch kein Altersanstieg des Blutdrucks und der Hypertonie zu beobachten.

Auch in der INTERSALT-Studie wurde beobachtet, dass der systolische und der diastolische Blutdruck von der Kochsalzzufuhr abhängig sind, unabhängig von Alter, Geschlecht oder ob bereits eine Hypertonie vorliegt. Der blutdrucksteigernde Effekt von Kochsalz ist unabhängig von anderen Risikofaktoren für Hypertonie wie Adipositas. Zusätzlich zu Natrium scheint jedoch auch Chlorid, das entsprechende Anion im Kochsalz in die Pathogenese der Hypertonie involviert zu sein. Eine Erhöhung der alimentären Zufuhr von Natriumchlorid führt bei salzsensitiven Personen zu einer Expansion des Blutvolumens und dadurch zu einer Erhöhung des Blutdruckes. Diese Resultate werden durch die Kombination von Natrium mit anderen Anionen oder von Chlorid mit anderen Kationen nicht erzielt. In die pathophysiologischen Vorgänge die zu einer Blutdruckerhöhung bei salzsensitiven Personen führen, sind einerseits Volumenexpansion durch die Wirkung von Natrium und/oder Chlorid involviert, andererseits die Aktivierung des Renin/Angiotensin/Aldosteronsystems.

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 3/2011 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

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Neue Österreichische Ernährungspyramide für Schwangere

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Am 27. Juni 2011 erschien die vom Obersten Sanitätsrat genehmigte Schwangerschaftspyramide. Hierbei gilt vor allem Qualität vor Quantität, damit Mutter und Kind langfristig gesund sind!

Auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit können Sie Folder und Plakate bestellen.

Ernährungsphysiologische und gesundheitliche Bedeutung von biologischen Lebensmitteln

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Statement der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung

Nach wie vor fehlen evidenzbasierte Daten bezüglich der besseren ernährungsphysiolo-gischen Qualität biologisch erzeugter Lebensmittel. Die überwiegende Mehrheit der Konsumenten ist von Qualitätsunterschieden zwischen Produkten aus traditioneller und biologischer Landwirtschaft überzeugt. Verbraucher verbinden mit dem Begriff Bio meist Positives wie mehr Frische, besseren Geschmack, weniger Pestizidrückstände, Gentechnikfreiheit und artgerechte Tierhaltung, aber auch höhere Nährstoffgehalte sowie weitere gesundheitsförderliche Effekte.
In den Jahren 2009 und 2010 wurden zwei interessante systematische Reviews veröffentlicht, die sich mit der ernährungsphysiologischen Qualität und den nährstoffbezogenen gesundheitlichen Effekten von Bio-Lebensmitteln befassten.

Ernährungsphysiologische Unterschiede nicht relevant

Bei der ernährungsphysiologischen Beurteilung von Bioprodukten wird oft ein höherer Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, Vitamin C, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie ein besseres Fettsäuremuster genannt. In einer Studie etwa enthielten organisch angebaute Tomaten signifikant höhere Level der Flavonoide Quercetin, Naringenin und Kampferol. Zahlreiche Studien konnten jedoch weder einen Unterschied im Gehalt an Vitamin C noch an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen zwischen biologischen und konventionellen Lebensmitteln belegen. Es gibt allerdings Hinweise auf einen Einfluss des Reifeprozesses, des Standorts, der Saison und der Sorte.

Laut einem systematischen Review von Dangour et al. von 2009 (qualitative Auswahl von 55 Studien aus über 52.471 Publikationen im Zeitraum 1958 bis 2008) weisen Feldfrüchte aus biologischem Anbau einen höheren Gehalt an Phosphor und titrierbaren Säuren auf. Hingegen fanden sich in Nutzpflanzen aus konventionellem Anbau höhere Stickstoffgehalte.

Diese Ergebnisse werden auf die Verwendung von unterschiedlichen Düngern bzw. den Reifegrad bei der Ernte (Säuregehalt) zurückgeführt und haben in den angegebenen Konzentrationen keine gesundheitliche Bedeutung. Die Autoren konnten in ihrer Auswahl an Studien keine eindeutigen Hinweise auf einen höheren Nährstoffgehalt, wie Vitamin C und Magnesium, finden.

Ein weiterer Review dieser Forschungsgruppe brachte keine evidenten Hinweise auf einen Einfluss biologisch produzierter Lebensmittel auf die Gesundheit. Berücksichtigt wurden dabei 12 Studien aus 98.727 Beiträgen im Zeitraum von 1958 bis März 2010. Eine der Studien zeigte bei strikter biologischer Ernährung ein verringertes Risiko für Ekzeme bei Kindern. In einer anderen Studie wurden bei Frauen, die sich fast ausschließlich von biologischen Lebensmitteln ernährten, höhere Linolsäuregehalte in der Muttermilch gefunden.

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 2/2011 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

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Gründung Nationale Ernährungskommission

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Eine bedarfsgerechte, gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität tragen wesentlich zu individuellem Wohlbefinden und einem Zugewinn an Lebensjahren in Gesundheit bei. Diese Weisheit ist zwar allseits bekannt, doch den Daten des aktuellen Ernährungsberichtes zufolge, steht es um die Ernährung von Herrn und Frau Österreicher nicht zum Besten. Ein Zuviel an Fett und Salz steht hier einem Zuwenig an Obst und Gemüse sowie Ballaststoffen gegenüber. Aus diesem Grund gab Gesundheitsminister Stöger im Sommer 2009 die Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplan Ernährung (NAP.e) in Auftrag und setzte damit ein wichtiges Signal – sowohl national als auch international. Viele andere Länder haben bereits nationale Ernährungsaktionspläne oder ernährungs-politische Strategien verabschiedet. In Österreich fehlte Derartiges bisher. Das Jahr 2010 diente der Konsultation und dem Austausch mit den Interessensgruppen. Im Jänner 2011 brachte Stöger den NAP.e in den Ministerrat ein. Die einstimmige Annahme signalisiert erfreulicherweise und erstmals in Österreich den grundsätzlichen Willen der politischen Entscheidungsträger auf Bundesebene zu einer einheitlichen koordinierten Ernährungspolitik.

Der NAP.e bündelt ernährungspolitische Zielsetzungen und Maßnahmen, dient als Planungsgrundlage für die kommenden Jahre und liefert eine Übersicht an bereits getätigten, laufenden sowie kommenden Initiativen im Bereich der ernährungsbezogenen Gesundheitsförderung.

Durch einen Mix verschiedenster Maßnahmen sollen eine Verringerung von Fehl-, Mangel und Überernährung sowie eine Trendumkehr bei den steigenden Übergewichts- und Adipositaszahlen eintreffen.

Neben seiner strategischen Ausrichtung ist der NAP. e in erster Linie ein rollierender, flexibler Handlungskatalog, in dem sich ein Großteil der in Österreich laufenden Ernährungsaktivitäten vereinen soll, wodurch die vorhandenen Ressourcen gepoolt und durch koordinierte Planungsarbeiten ein wirkungsorientierter und effi zienter Einsatz der Mittel ermöglicht
wird. Von Beginn an soll auch auf Grundlage einer transparenten und zentralen Dokumentation eine qualitätsgesicherte Arbeits- und Vorgehensweise sichergestellt werden. Dadurch, dass der NAP.e kein statisches Dokument ist, sondern jährlich adaptiert wird, bleibt er einerseits „lebendig“ und andererseits aktuell. Um das zu Erreichen, ist die Einbeziehung und aktive Mitarbeit aller Verantwortlichen auf allen Ebenen (Mikro-, Meso- und Makroebene) notwendig. Denn es müssen neben individuellen Verhaltensänderungen auch Verhältnisse geändert werden, damit der Griff zur gesünderen Wahl ermöglicht und mittelfristig zur leichteren Wahl wird!

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 1/2011 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

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7 Stufen zur Gesundheit –
die Österreichische Ernährungspyramide

Näheres zu den lebensmittelbasierten Empfehlungen finden Sie hier und unter www.bmg.gv.at