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Ernährungspyramide

Methoden zur Bestimmung der Körperzusammensetzung

Kompartimentmodelle, Körperfettbestimmung mittels Kaliper und elektrischen Messmethoden

Woraus besteht der menschliche Körper?

Die Zusammensetzung des Menschen zu erfassen kann auf mehrere Arten erfolgen. In der folgenden Tabelle sehen sie die unterschiedlichen Betrachtungsweisen (Elmadfa, Leitzmann, 2004).

I

Körpergewicht

II

Fettfreie Masse

Fett

III

Zellmasse

Extrazelluläre Masse

Fett

IV

Knochenmineral

Protein

Wasser

Fett

I: Das Ein-Kompartiment-Modell: Nur das Körpergewicht wird zur Beurteilung herangezogen.

II: Das Zwei-Kompartiment-Modell: Die fette und fettfreie Körpermasse werden unterschieden.

III: Das Drei-Kompartiment-Modell: Die Zellmasse repräsentiert den stoffwechselaktiven Anteil des Körpers. Die extrazelluläre Masse gibt den funktionell tragenden und versorgenden Anteil des Körpergewichts an.

IV: Das Vier-Kompartiment-Modell: Die chemischen Bestandteile des Körpers werden betrachtet. 

Die Zusammensetzung des Körpers ist altersabhängig, wie folgende Tabelle zeigt. (Garrow 1993, zitiert nach Elmadfa und Leitzmann, 2004)

 

Fötus

Säugling

Kleinkind

Erwachsener

Unterernährtes Kind

Übergewichtiger

Körpergewicht (kg)

0,3

3,5

20

70

5

100

Wasser (%)

88

69

62

60

74

47

Protein (%)

9,5

12

14

17

14

13

Fett (%)

0,5

16

20

17

10

35

Rest (%)

2

3

4

6

2

5

Doch nicht nur das Alter ist ausschlaggebend für die Körperzusammensetzung, sondern auch das Geschlecht. Der prozentuale Fettgehalt ist bei Frauen fast doppelt so hoch, dafür ist der Wassergehalt niedriger.

Wie kann der Fettgehalt des Körpers bestimmt werden?

Hautfaltendickemessung

Mittels eines Kalipers wird die Dicke von Hautfalten an verschiedenen Stellen des Körpers gemessen. So kann der Fettanteil unter der Haut gemessen, und auf den Körperfettanteil geschlossen werden, denn das Fett unter der Haut macht in etwa 50% des Depotfettes aus. Geschultes Personal ist für eine genaue Messung unerlässlich.

Die Dicke der Trizepshautfalte gibt einen schnellen Überblick über den Körperfettgehalt.

Kenntnis der Stärke der Trizepshautfalte und des Armmuskelumfangs ermöglichen eine Abschätzung der Fett- und Muskelmasse.

Elektrische Messmethoden

BIA

Die Bioimpedanzanalyse (BIA) misst den Spannungsabfall eines durch den menschlichen Körper geleiteten Wechselstroms. An beiden Hand- und Fußgelenken werden je 2 Elektroden angebracht und ein leichter Strom fließt durch den Körper. Diese Messmethode ist viel genauer als die Körperfettwaage.

Körperfettwaage

Körperfettwaagen verwenden das gleiche Messprinzip: Je nach elektrischem Widerstand des Körpers wird der Körperfettanteil von der Waage errechnet. Die Ergebnisse variieren stark von Waage zu Waage und sind sehr unzuverlässig. Für eine Selbstkontrolle kann eine Körperfettwaage nützlich sein, es sollte aber für jede Messung das gleiche Gerät verwendet werden. Dadurch, dass bei einer Körperfettwaage der Messstrom nur etwa bis zur Hüfte gelangt, gibt es je nach Körperbau hohe Fehlerquoten. Ein „Birnentyp" wird bei einer Messung vielleicht schlechter abschneiden als ein „Apfeltyp", auch wenn der Gesamtkörperfettgehalt gleich ist.

Bodpod

Mit dem „Bodpod" wird das Körpervolumen (kg/l) bestimmt. Das eiförmige Gerät misst die Druckveränderung in einem Zweikammerluftsystem und somit die vom menschlichen Körper verdrängte Luft im Innenraum des Bodpod. Das Verhältnis Fett/fettfreie Masse kann bestimmt werden.

 

© ÖGE

Quellennachweis
I. Elmadfa, C. Leitzmann, Ernährung des Menschen, Stuttgart 2004, 4. Auflage, Eugen Ulmer Verlag
www.bodpod.com/

7 Stufen zur Gesundheit –
die Österreichische Ernährungspyramide

Näheres zu den lebensmittelbasierten Empfehlungen finden Sie hier und unter www.bmg.gv.at